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Integrated holographic management map for safety and crisis events

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Holografisches System unterstützt Europas Reaktion auf klimawandelbedingte Notsituationen

Ein neues, hochmodernes System aus Holografie, Drohnen und künstlicher Intelligenz, das im Rahmen des EU-finanzierten Projekts OVERWATCH entwickelt wurde, unterstützt Europas Ersteinsatzkräfte bei der Bewältigung von klimabedingten Katastrophen wie zum Beispiel Waldbränden.

In ganz Europa sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits deutlich spürbar. Durch steigende Temperaturen nehmen sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere klimabedingter Katastrophen wie Überschwemmungen und Waldbrände zu, und das Leben der Bürgerinnen und Bürger gerät zunehmend in Gefahr. Reaktions- und Wiederherstellungsteams stehen dabei vor etlichen kritischen Herausforderungen. Mangelndes Echtzeit-Situationsbewusstsein über sich entwickelnde Ereignisse bedeutet, dass die Entscheidungsfindung langsam erfolgt und Ressourcen ineffizient zugewiesen werden. Kommunikationssysteme können auch bei extremen Ereignissen versagen, etwa bei Stromausfällen, beschädigter Infrastruktur oder Netzüberlastung. Auch die Koordinierung zwischen den verschiedenen europäischen Agenturen ist komplex, was es erschwert, ein einheitliches operatives Bild zu erstellen. „Außerdem können Erkundungsmissionen für das Personal gefährlich werden, insbesondere in instabilen oder unzugänglichen Umgebungen“, erklärt Projektkoordinatorin Vanina Fissore vom italienischen Innovations-KMU Ithaca(öffnet in neuem Fenster). „Viele dieser Aufgaben könnten auf sichere Weise unter Einsatz unbemannter Systeme durchgeführt werden.“ Im Rahmen des Projekts OVERWATCH(öffnet in neuem Fenster) wurde ein neues integriertes System entwickelt, um diese Herausforderungen zu meistern. Das Projektteam kombiniert Erdbeobachtungsdaten von Satelliten und Drohnen, die Verarbeitung durch Werkzeuge der künstlichen Intelligenz und eine resiliente Kommunikation über Ausweichnetze, die von kabelgebundenen Drohnen bereitgestellt werden. Zudem wird mit immersiven Visualisierungsinstrumenten eine schnelle Entscheidungsfindung in Echtzeit unterstützt und dabei durch autonome Erkundung die Sicherheit und Effizienz der Einsatzkräfte erhöht. „Durch Integration von Daten von Satelliten und Drohnen sowie deren Darstellung über intuitive Schnittstellen wie Web-Dashboards und erweiterte Realität hilft das System den Teams, die sich am Boden entwickelnden Bedingungen besser zu verstehen“, erläutert Fissore.

Systemerprobung anhand realer Herausforderungen

Das OVERWATCH-Konsortium hat das System entworfen und entwickelt, das auch ein Element mit Holografie/erweiterter Realität umfasst, das auf speziellen Visieren funktioniert, um die Reaktionsmaßnahmen vor Ort zu unterstützen. „Die Komponente mit erweiterter Realität gestattet es den Feuerwehrleuten und dem Führungsteam des Katastrophenschutzes, dieselben Informationen, die auf dem Web-Dashboard verfügbar sind, etwa Live-Karten, Brandperimeter, Drohnenpositionen und Hochwasserdaten, direkt über ihre physischen Umgebungen zu legen“, fügt Fissore hinzu. „Anstatt sich auf bruchstückhafte und verzögerte Informationen verlassen zu müssen, können die Führungsteams auf ein klareres Echtzeitbild der Situation zugreifen, wodurch schnellere und fundiertere Entscheidungen möglich werden.“ Das System wurde anhand realer Szenarien erprobt und demonstriert: bei einer Waldbrandübung in Portugal und bei einer Demonstration von Systemwerkzeugen in Polen. Während dieser Aktivitäten konnten Personen aus der Praxis und dem Bereich der Endnutzung das Gesamtsystem einschließlich aller Plattformfunktionalitäten und der Schnittstelle für erweiterte Realität testen.

Europas Resilienz gegenüber dem Klimawandel stärken

Zwei Demonstrationsveranstaltungen, die im Oktober 2025 in Portugal (Waldbrände) und im März 2026 in Polen (Überschwemmungen) stattfanden, bildeten ebenfalls einen wichtigen Teil dieser Errungenschaften. Diese Veranstaltungen brachten Zivilschutzbehörden, militärische Einheiten und Notfalleinsatzkräfte aus verschiedenen Ländern zum Austausch über Wissen und Einsatzerfahrungen zusammen. Die Forscherinnen und Forscher werden das System weiter verfeinern und dabei wichtige Rückmeldungen der nutzenden Personen einbeziehen. Zu diesem Zweck hat das Team im März 2026 eine kostenlose 30-tägige Testphase gestartet, dank der die Notfallmanagementbehörden und alle Interessierten praktische Erfahrungen mit der Plattform sammeln können. „Längerfristig besteht die Hoffnung, dass Plattformen wie OVERWATCH die allgemeine Resilienz Europas gegenüber klimabedingten Katastrophen stärken werden, indem sie die Koordinierung zwischen Behörden und Ländern verbessern, ein vorausschauenderes Notfallmanagement unterstützen und im Endeffekt dazu beitragen, die Auswirkungen dieser Ereignisse auf Menschen, Infrastrukturen und die Umwelt zu verringern“, bekräftigt Fissore.

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