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Den Weg für transparentere intelligente Geräte ebnen

Neue Werkzeuge sollen der Nutzerschaft mehr Transparenz hinsichtlich der Funktionsweise ihrer intelligenten Android-Geräte bieten.

Intelligente Geräte wie Smartphones sind nicht nur allgegenwärtig, sondern auch ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags – von der Kommunikation bis zur Navigation. Für die Erbringung solcher Dienste nutzen diese Geräte jedoch eine riesige Menge an urheberrechtlich geschützter Software von verschiedenen Anbietern, die jeweils ein unterschiedliches Niveau an Transparenz und Datenschutzkontrolle gewährleisten. Infolgedessen haben Nutzerinnen und Nutzer möglicherweise keine Ahnung davon, dass ihre jeweilige bevorzugte Anwendung für das soziale Netzwerken gleichzeitig auch den eigenen Standort erfasst. „Smartphones vermitteln einen immer größeren Anteil von Aktivitäten des täglichen Lebens, die jeweiligen Verfahrensweisen sind für die Nutzerschaft und die unabhängige Forschung jedoch nach wie vor kaum zu durchschauen“, sagt Nikolaos Alexopoulos(öffnet in neuem Fenster), Forscher an der Wirtschaftsuniversität Athen(öffnet in neuem Fenster) (AUEB). Es sind neue Werkzeuge gefragt, die der Nutzerschaft einen besseren Überblick über das Verhalten ihrer Geräte verschafft – ebendies ist das Ziel des EU-finanzierten Projekts SPUCS(öffnet in neuem Fenster).

Mehr Transparenz und Kontrolle in Bezug auf intelligente Geräte schaffen

Das von der AUEB koordinierte und durch die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahme(öffnet in neuem Fenster) (MSCA) unterstützte Projekt entwickelte neue Software-Architekturen und Methoden, um mehr Transparenz und Kontrolle in Bezug auf intelligente Geräte zu schaffen. Das Projekt konzentrierte sich insbesondere auf mobile Geräte mit dem weltweit meistverbreiteten Android-Betriebssystem. „Wir verfolgten dieses Ziel, indem wir neue Methoden entwickelten, die auf unmodifizierten, handelsüblichen Android-Geräten funktionieren, und diese empirisch überprüften“, erklärt Alexopoulos.

Ein neues Werkzeug für mehr Transparenz bei der Endnutzung

Eine dieser Methoden ist SliceDroid, ein Werkzeug zur Rekonstruktion des Anwendungsverhaltens aus Kernelspuren auf unmodifizierten Android-Geräten. Die Methode wurde anhand einer empirischen Studie validiert, in der die Sicherheits- und Datenschutzmerkmale gängiger Android-Textmitteilungsanwendungen verglichen wurden. „Durch die Extraktion von Verhaltensinformationen und die Überwachung der Ausführung aller Anwendungen und Systemkomponenten bietet diese innovative Methode mehr Transparenz bei der Endnutzung“, fügt Alexopoulos hinzu. Eine quelloffene Implementierung steht auf der Github(öffnet in neuem Fenster) – Website zur Verfügung.

BBS-Signaturen für mehr Datenschutz

Die Forscherinnen und Forscher untersuchten überdies mehrere potenzielle Berechtigungsnachweisverfahren in Bezug auf Brieftaschen für die digitale Identität, wobei sich das BBS-Signaturverfahren(öffnet in neuem Fenster) – selbst bei eingeschränkten Geräten – als sinnvolle Option erwies. „Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass BBS-Signaturen bei der Endnutzung mobiler Geräte mehr Datenschutz gewährleisten können, und dabei nur einen geringen Mehraufwand verursachen, selbst bei tragbaren Geräten wie etwa Smartwatches“, erklärt Alexopoulos. Zusätzlich zu den Forschungsarbeiten wurde im Rahmen des Projekts ein neuer IT-Sicherheitskurs an der AUEB eingerichtet.

Ein wichtiger erster Schritt zu mehr Transparenz

Die im Rahmen von Projekt SPUCS geleistete Arbeit ist ein wichtiger erster Schritt zur Schaffung intelligenter Geräte, die einen transparenteren Betrieb ermöglichen. „Wir hoffen, dass die im Rahmen des Projekts verfolgten Forschungsrichtungen von anderen Projekten aufgegriffen und weiterentwickelt werden, und dass die durch das MSCA-Stipendium initiierten Arbeitsbeziehungen und Bildungsaktivitäten im Laufe der Zeit weitere Früchte tragen werden“, lautet das Fazit von Alexopoulos.

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