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Imaging NM: A Nanoparticulate Precision Medicine Approach to Target Cancer

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Mit Nanopartikeln der nächsten Generation gegen Krebs und Infektionskrankheiten

Der Nachteil vieler Krebsmedikamente sind ihre geringe Spezifität und niedrige Wirkstoffpenetration. Um die Situation zu verbessern, entwickelte das Projekt INTACT biologisch abbaubare Nanopartikel für den diagnostischen wie auch therapeutischen Einsatz.

Der Goldstandard in der Krebsmedizin sind Chemotherapien, die allerdings systemisch wirken und toxizitätsbedingte Nebenwirkungen haben. Hier sind Nanopartikel eine Alternative für den sicheren und spezifischen Transport von Krebsmedikamenten in Tumorzellen.

Biologisch abbaubare Nanopartikel als Träger von Wirkstoffen gegen Tumoren

Schwerpunkt des EU-finanzierten Projekts INTACT war die synthetische Erzeugung medizinischer Nanopartikel, in denen spezifische Therapeutika verkapselt werden, um deren Wirksamkeit zu verbessern und die Toxizität zu verringern. „Unsere CriPec®-Nanopartikel transportieren therapeutische Wirkstoffe zielspezifisch zu Geweben, Zellen und intrazellulären Komponenten. Ihre optimierten pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften können Therapien in der Onkologie wirksamer machen“, erklärt Axel Mescheder, Koordinator von INTACT sowie Geschäftsführer und Marketingleiter von Cristal Therapeutics(öffnet in neuem Fenster). Die medizinischen Nanopartikel CriPec® werden mit einer patentierten polymeren Nanopartikeltechnologie hergestellt und zeichnen sich durch hohe Beladungskapazität, kontrollierte Stabilität und kontrollierte Arzneimittelfreisetzung aus. Vor allem aber sind sie vollständig biologisch abbaubar. Eine klinische Phase-I-Studie zeigte, dass CriPec®-Nanopartikel länger im Blutkreislauf zirkulieren und damit auf passive Weise gegen den Tumor vorgehen. Da Tumorgewebe schneller als normales Gewebe Makromoleküle wie Liposomen, Wirkstoffe und Nanopartikel akkumuliert, kommt es zum so genannten EPR-Effekt(öffnet in neuem Fenster) (Enhanced Permeability and Retention). Ursachen sind undichte Stellen im Gefäßsystem und Störungen des Lymphsystems, sodass die Nanopartikel aus dem Tumor nicht ausgespült werden können. Im Rahmen von INTACT führten die Partner eine klinische Phase-II-Studie mit dem spezifischen Medikamentenkandidaten CPC634 durch, um Eierstockkrebs zu behandeln. CPC634 kapselt dabei das Chemotherapeutikum Docetaxel(öffnet in neuem Fenster) in CriPec®-Nanopartikeln ein, das häufig zur Behandlung verschiedenster solider Tumoren eingesetzt wird. In der Studie war das Risiko für Neutropenie bei CCPC634 niedriger als in vorliegenden Studien zu systemisch verabreichtem Docetaxel. Eine schwere Neutropenie(öffnet in neuem Fenster) ist eine unerwünschte Nebenwirkung bei der Gabe von Docetaxel, die oft zum Abbruch der Therapie führen. Schließlich wurde CPC634 mit einem Positronenemissionstomografie-Tracer PET-Tracer(öffnet in neuem Fenster) auf Basis des Zirkoniumisotops 89Zr funktionalisiert, um die biologische Verteilung von CriPec®-Nanopartikeln in Echtzeit zu überwachen. Eine klinische Studie mit diesen radioaktiv markierten Nanopartikeln bestätigte die bessere Aufnahme von CriPec®-Nanopartikeln in Tumoren.

Projektbedeutung und künftige Forschungen

Die Ergebnisse von INTACT bestätigen die Zielspezifität von CPC634 bei Tumorerkrankungen und den Nutzen der CriPec®-Plattform für die Nanomedizin in der Theranostik und Onkologie. Außer bei Docetaxel können CriPec®-Nanopartikel auch bei anderen Krebstherapeutika die Toxizität verringern und die Zielspezifität erhöhen, was Cristal Therapeutics den Weg für die Zusammenarbeit mit Biopharmazeutikunternehmen bei der Entwicklung innovativer onkologischer Wirkstoffe und Weiterentwicklung der CriPec®-Nanopartikel-Technologieplattform ebnet. Vor allem kann die von INTACT entwickelte nicht-invasive Bildgebungsmethode mit radioaktiv markierten Nanopartikeln dazu beitragen, die biologische Verteilung und Tumorspezifität neuer Kandidatenwirkstoffe zu analysieren, bevor sie die Arzneimittelentwicklungspipeline durchlaufen. „Neben unseren Plänen für die Onkologie hat Cristal Therapeutics sein Portfolio mit der innovativen Impfplattform CriVac® erweitert, die nun bereit für die Entwicklung künftiger Impfstoffe ist“, betont Mescheder. Die Plattform soll durch höhere Zielspezifität und besseres Sicherheitsprofil der Nanopartikel die Immunabwehr aktivieren. Insgesamt dürften die CriPec®-Nanopartikel die Wirksamkeit von Arzneimitteln, Lebensqualität, Heilungsaussichten und Überlebenschancen verbessern. Zudem reduzieren sie unnötige Therapien und damit verbundene Kosten.

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