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Global Excellence in Modeling Climate and Energy Policies

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Der Faktor Mensch beim Übergang zur kohlendioxidfreien Wirtschaft

Die Modellierung des Verbrauchsverhaltens sowie der potenziellen Auswirkungen von Klimainitiativen ist für die Gestaltung wirkungsvoller Energiewendestrategien von entscheidender Bedeutung.

Um einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen, ist ein tiefgreifendes Verständnis der menschlichen Motivationen und Verhaltensweisen erforderlich. Wenn es beispielsweise um die Energiewende geht, reagieren die Menschen unterschiedlich auf die von der Politik gesetzten wirtschaftlichen Anreize. „Denken Sie an die Gewährung von Zuschüssen für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen“, sagt Jean-François Auger, Projektmanager von GEOCEP(öffnet in neuem Fenster) an der Karls-Universität(öffnet in neuem Fenster) in Prag. „Haushalte mit hohem Einkommen reagieren möglicherweise weniger empfindlich auf Energiepreiserhöhungen und investieren eher in teure erneuerbare Technologien als Haushalte mit niedrigem Einkommen.“ Es gibt außerdem eine technische Herausforderung. Die Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten eine kontinuierliche, bedarfsgerechte Versorgung mit Energie, während die erneuerbaren Energiequellen nicht ständig verfügbar sind. Auch die Energieinfrastrukturen sind nach wie vor auf fossile Brennstoffe ausgerichtet, was den Übergang verzögert.

Auf dem Weg zu einer Welt nach den fossilen Brennstoffen

Das Team des innerhalb der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen(öffnet in neuem Fenster) unterstützten Projekts GEOCEP verfolgte das Ziel, mithilfe modernster Modellierung praktikable Pfade für die Energiewende sowie Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und zu seiner Eindämmung zu ermitteln. In internationaler Zusammenarbeit entwickelte die Forschungsgruppe Modelle der nächsten Generation, um Fragen wie die Auswirkungen der Energie- und Klimapolitik und die Preisgestaltung zu berücksichtigen. Außerdem wurden komplexe Modelle entwickelt, um die Auswirkungen extremer klimabedingter Ereignisse wie Brände, Dürren und Tornados auf die betroffenen Gemeinschaften besser zu verstehen. „Fortschritte wurden auch bei der Dynamik der internationalen Zusammenarbeit, der nationalen Politik und den Finanzen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Energiewende erzielt“, fügt Auger hinzu. „So benötigen die Zentralbanken beispielsweise Modelle, um die Auswirkungen von Extremwetterereignissen auf die Inflation zu überwachen, damit sie ihrem Auftrag der Preisstabilität nachkommen können.“ Die aus der Modellierung gewonnenen Erkenntnisse können dazu beitragen, die Ziele des EU-Rahmens für die Klima- und Energiepolitik bis 2030(öffnet in neuem Fenster) zu erreichen, in dem ein Anteil von 32 % erneuerbaren Energien und eine Verbesserung der Energieeffizienz um 32,5 % gefordert wird.

Netzwerk der internationalen Forschung

Im Verlauf des Projekts GEOCEP wurde eine Fülle wissenschaftlicher Ergebnisse hervorgebracht. Nahezu zweihundert wissenschaftliche Arbeiten wurden auf internationalen wissenschaftlichen Konferenzen präsentiert, und die Ergebnisse wurden in angesehenen begutachteten Fachzeitschriften veröffentlicht. „Im Rahmen des Projekts wurde außerdem ein internationales Netzwerk aus Forscherinnen und Forschern aufgebaut, das sich über fünf Kontinente erstreckt“, berichtet Auger. „Es hat die Qualifikationen des Forschungs- und Entwicklungspersonals erheblich verbessert und gewährleistet, dass die nächste Generation von Forscherinnen und Forschern über die Kompetenzen verfügt, Umweltfaktoren in wirtschaftliche Analysen und die Gestaltung der Politik zu integrieren.“ Von den 26 Doktorandinnen und Doktoranden, die von dem Projekt profitierten, schließen nun viele ihre Dissertationen ab und begeben sich mit spezialisiertem Fachwissen über die Modellierung des Klimawandels und Energiepolitik auf den akademischen Arbeitsmarkt. „Ein gewaltiger Vorteil war, dass diese Forscherinnen und Forscher mit den modernsten Forschungsmethoden vertraut gemacht wurden“, betont Auger. „Eine europäische Person aus diesem Team ging in die Vereinigten Staaten, um Geosatellitenbildmaterial mit sozioökonomischen Daten zu modellieren und die Auswirkungen von Dürre auf die Anbauentscheidungen der landwirtschaftlichen Betriebe zu bewerten.“

Sozioökonomische Energie-Klima-Modellierung

Ein im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen finanziertes Folgeprojekt mit dem Titel M4G wird in Kürze an den Start gehen und bis 2030 laufen. Dieses Projekt ist der Entwicklung von sozioökonomischen Energie- und Klimamodellen gewidmet, um die EU-Klima- und Energiepolitik sowie den Übergang zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 zu unterstützen. „Der Schwerpunkt der Arbeit von M4G wird auf der Integration von Energie- und Klimamodellen in natürliche Umgebungen liegen“, sagt Auger. „Die Forscherinnen und Forscher werden weiterhin integrierte Bewertungsmodelle der nächsten Generation entwickeln, in denen sozioökonomische und natürliche Daten kombiniert werden. Die Modelle werden insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels auf Land, Wasser, biologische Vielfalt und Ökosystemdienstleistungen abdecken.“ Das Team von M4G wird außerdem weiterhin das Verbrauchsverhalten modellieren und sich mit der Akzeptanz von Technologien und Veränderungen im Lebensstil befassen. „Wir werden daran arbeiten, dass die Klima- und Energiepolitik von der Öffentlichkeit akzeptiert wird, damit zukünftigen Generationen eine faire und gerechte Welt hinterlassen wird“, merkt Auger abschließend an.

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