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Neues von NEWAVE: Die Zukunft der Wasserbewirtschaftung gestalten

Die Arbeit des Projekts NEWAVE mag zwar ihren Abschluss gefunden haben, aber die projekteigenen digitalen Werkzeuge und Forschungsergebnisse tragen immer noch dazu bei, jene Führungskräfte heranzubilden, die Europa zur Bewältigung seiner Wasserprobleme braucht.

Das EU-finanzierte Projekt NEWAVE(öffnet in neuem Fenster) wurde 2019 ins Leben gerufen, um Forschung und Weiterbildung für eine neue Führungskräftegeneration im Bereich Wasserbewirtschaftung zu entwickeln. Angesichts der Tatsache, dass die Wasserressourcen der Erde in zunehmenden Maße eine Quelle globaler Konflikte darstellen, wurde mit der Projektarbeit das Ziel verfolgt, Forscherinnen und Forschern die notwendigen Kompetenzen vermitteln, um die globalen Wasserprobleme besser zu bewältigen und somit der Debatte über das Wassermanagement einen Weg vorzugeben. NEWAVE endete 2024, zeigt aber immer noch Auswirkungen.

Forschung in Aktion; Geschichten aus der Praxis

Eines der jüngsten Ergebnisse ist ein Dokumentarfilm, der in Kürze veröffentlicht wird und die Stimmen der NEWAVE-Nachwuchsforscherinnen und -forscher zum Leben erweckt. Auf der Grundlage von Feldforschung, kritischer Reflexion und gelebten Erfahrungen decken die Forscherinnen und Forscher die verborgenen Komplexitäten auf, die sich hinter dem weltweiten Zugang zu Wasser, dessen Bewirtschaftung und den damit verbundenen Konflikten verbergen. Radhika Singh, eine der vorgestellten Forscherinnen, arbeitete beispielsweise mit kleinbäuerlichen Betrieben in Kenia am Thema Regenwassergewinnung zu Bewässerung, wobei sich zeigte, dass Wasserknappheit weniger durch natürliche Grenzen als durch ungleiche Verteilung, Infrastrukturen und Machtdynamiken bedingt ist. Nina Valin untersuchte die städtische Wasserbewirtschaftung in Europa und hebt hervor, wie Politik, Verbrauchsmuster und institutionelle Entscheidungen Nachfrage und Nutzung beeinflussen.

Nachhaltige Wirkung und Instrumente für die nächste Generation

Der Dokumentarfilm spiegelt die weitreichenderen Ambitionen von NEWAVE wider. Von den fünfzehn beteiligten Nachwuchsforscherinnen und -forscher konnten elf erfolgreich ihre Doktorarbeit verteidigen, während vier gerade ihre Promotion abschließen und Stellen erhalten haben, die das projekteigene wissenschaftliche Netzwerk und seine Wirkung fördern. Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten heute in der Wissenschaft, in öffentlichen Einrichtungen und in Beratungsunternehmen, wobei die NEWAVE-Mitglieder eine wichtige Rolle im globalen Wassermanagement spielen. Sie sind außerdem weiterhin aktiv an Initiativen zum Aufbau von Kapazitäten beteiligt. Ein Beispiel dafür ist deren Zusammenarbeit mit der Research School for Socio-Economic and Natural Sciences of the Environment (SENSE)(öffnet in neuem Fenster), die sie als Vortragende zu Konferenzen und Karriereentwicklungsworkshops einlädt. Eine weitere wichtige Errungenschaften ist der NEWAVE Water Governance Atlas(öffnet in neuem Fenster), in dem ortsspezifische Geschichten zur Wasserbewirtschaftung aus der ganzen Welt gesammelt werden, um den Dialog über verschiedene das Wasser betreffende Realitäten hinweg zu fördern. Der Atlas enthält die NEWAVE Toolbox(öffnet in neuem Fenster), eine kuratierte Sammlung von Methoden, Konzepten und Analysewerkzeugen für die Forschung im Bereich der Wasserbewirtschaftung. Das Projektteam hat außerdem eine kostenlose Online-Vortragsreihe(öffnet in neuem Fenster) zum Thema Wassermanagement veröffentlicht. Sie steht auf der Plattform School of Water Governance(öffnet in neuem Fenster) zur Verfügung, einer Ausgründung des NEWAVE-Netzwerks, das die Weiterbildungserfahrung rund um NEWAVE lebendig halten soll, indem neben Vorträgen auch Aufzeichnungen von Projektschulungsaktivitäten bereitgestellt werden. Die vier Kurse, die gegenwärtig in der Reihe im Angebot sind, befassen sich mit den Grundlagen der Wasserbewirtschaftung, den Zusammenhängen zwischen Wasserbewirtschaftung, Wissen und Beteiligung, der Wechselwirkung zwischen Wasserressourcen und politischer Macht sowie den rechtlichen und diplomatischen Dimensionen des Wassermanagements. Zudem bleibt der Newsletter des Projekts mit seinen über 2 700 Abonnements aktiv, und es werden weiterhin über ihn Informationen über Wasserbewirtschaftung veröffentlicht. Die EU-Finanzierung in Höhe von rund 4 Millionen EUR war ausschlaggebend dafür, dass die Kernziele von NEWAVE (Next Water Governance) vollständig erreicht werden konnten. „Dank der EU-Unterstützung war das Team von NEWAVE in der Lage, ein außergewöhnliches transnationales Netzwerk aus Einrichtungen und Organisationen im Wasserbewirtschaftungssektor zu bilden, Spitzenforschung zu den wichtigsten Wassermanagementprioritäten zu betreiben und eine neue Forschungsgeneration auszubilden, die einen sinnvollen Beitrag zur Wasserbewirtschaftung in Europa leisten kann“, kommentiert die wissenschaftliche Projektleiterin von NEWAVE, Caterina Marinetti, Gastforscherin an der Vrije Universiteit Amsterdam und SENSE-Exekutivsekretärin. In der Rubrik „Was wurde aus…“ werden abgeschlossene EU-finanzierte Projekte vorgestellt und es wird darüber berichtet, was seit der Beendigung der EU-Finanzierung erreicht wurde. Wenn Sie an einer Vorstellung Ihres Projekts unter „Was wurde aus…“ interessiert sind, dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an editorial@cordis.europa.eu und teilen Sie uns mit, warum!

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