Mehr Cybersicherheit in einer vernetzten Welt
Innerhalb des schnell wachsenden Internets der Dinge (IoT) werden IoT-Geräte mehr und mehr zum integralen Bestandteil kritischer Sektoren wie Energie, Gesundheit und Kommunikation in Europa. Die Vernetzung dieser Systeme ist jedoch mit möglicher Angreifbarkeit verbunden, wodurch sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch Organisationen und Einrichtungen erheblichen Cybersicherheitsrisiken ausgesetzt sind. Das Team des Projekts TELEMETRY befasst sich mit dieser wachsenden Herausforderung und stellt ein Rahmenwerk zur kontinuierlichen Überwachung, Schwachstellenerkennung und Risikoanalyse in IoT-Ökosystemen bereit. Seit dem Start 2023 konzentriert sich die Projektarbeit auf die Entwicklung vertrauenswürdiger Werkzeuge, Verfahren und ganzheitlicher Methoden zur Prüfung und Erkennung von Schwachstellen in IoT-Systemen sowohl auf Komponenten- als auch auf Systemebene.
Werkzeuge für reale Systeme
Innerhalb von TELEMETRY waren bisher erhebliche technologische Fortschritte zu verzeichnen, wobei neunzehn innovative Instrumente entwickelt wurden, die Tests, Laufzeitüberwachung, Erkennung von Anomalien, Risikomodellierung, Sicherheitskontrollen und Rahmeninfrastrukturen abdecken. Diese Werkzeuge werden bereits in den drei realen IoT-Umgebungen des Luftverkehrs, der intelligenten Fertigung und der Telekommunikationsinfrastrukturen unter Beteiligung verschiedener Projektpartner validiert, was ihre Relevanz und praktische Anwendbarkeit bestätigt. Technologie ist nicht das einzige Gebiet, auf dem es Projektfortschritte gab. Die TELEMETRY-Partner haben ihre Arbeiten außerdem in renommierten Fachzeitschriften und auf Konferenzen in Europa und darüber hinaus veröffentlicht und präsentiert, womit der weltweiten Forschungsgemeinschaft im Bereich der Cybersicherheit ein wichtiger Dienst geleistet wurde. „Ein bemerkenswerter Meilenstein war die Organisation des LIFESEC-Workshops auf der IEEE SMARTCOMP, der Fachleute vereinte, um Cybersicherheit für intelligente und vernetzte Systeme über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu erörtern, und TELEMETRY als wichtigen Beitrag zu zukunftsorientierten Forschungsdiskussionen positionierte“, berichtet Robert Seidl von Nokia Bell Labs. Die zweite Ausgabe(öffnet in neuem Fenster) des LIFESEC-Workshops, der im Juni 2026 stattfinden wird, wurde von den Organisatoren der IEEE SMARTCOMP übernommen. Das Projektteam hat überdies seine Präsenz in den wichtigsten europäischen Cybersicherheitsökosystemen verstärkt. Die Partner sind nicht nur in großen Clustern wie der Europäischen Cybersicherheitsorganisation (ECSO) aktiv, sondern beteiligen sich auch an Arbeitsgruppen wie der ECSO-Arbeitsgruppe 6 für Technologien und Innovation sowie Verteidigung und Raumfahrt. Außerdem besteht enge Kollaboration mit Schwesterinitiativen, um den Fortschritt bei der Validierung und Gewährleistung der Cybersicherheit der nächsten Generation für IoT-Systeme zu beschleunigen.
Blick in die Zukunft
Im Zuge von TELEMETRY wird die Integration und Verfeinerung der entwickelten Werkzeuge in den Bereichen Luftverkehr, intelligente Fertigung und Telekommunikationsnetze fortgesetzt. Außerdem wird das Team durch gezielte Kommunikations- und Verbreitungsmaßnahmen wie etwa Workshops und Podcasts das Bewusstsein für seine Erkenntnisse schärfen und die Zusammenarbeit mit Schwesterprojekten und den Clustern, denen es angehört, vertiefen. Laut Seidl wird die aktive Projektbeteiligung an wichtigen europäischen Initiativen wie ECSO, der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit und der industriegeführten privaten Big Data Value Association eine wichtige Priorität sein. Durch diese Beteiligung wird zu politischen Diskussionen beigetragen und die Entwicklung zukünftiger EU-Cybersicherheitsstrategien unterstützt. Bis zum Projektende im August 2026 wird das Team von TELEMETRY (Trustworthy mEthodologies, open knowLedgE & autoMated tools for sEcurity Testing of IoT software, haRdware & ecosYstems) eine Reihe quelloffener, vertrauenswürdiger Werkzeuge bereitstellen, die fortgeschrittene Cybersicherheitstests und Schwachstellenerkennung für komplexe IoT-Ökosysteme unterstützen und dazu beitragen, Europas Cyberresilienz zu stärken. „Der offene, kollaborative Ansatz wird dafür sorgen, dass die Ergebnisse des Projekts auch lange nach seinem Abschluss zugänglich, wiederverwendbar und wirkungsvoll bleiben“, bekräftigt Seidl abschließend. Wenn Sie an einer Vorstellung Ihres EU-finanzierten Projekts als „Projekt des Monats“ interessiert sind, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an editorial@cordis.europa.eu und teilen Sie uns mit, warum!