Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Article available in the following languages:

Natur trifft auf Spitzentechnologie, um urbanes Leben neu zu gestalten

Das Team des EU-finanzierten Projekts URBREATH führt neue technologische Instrumente, Methoden und partizipatorische Prozesse ein, um Städte nachhaltig und resilient gegenüber der wachsenden Bedrohung durch eine sich erwärmende Welt werden zu lassen.

Stadtgebiete sind aufgrund der Konzentration von Menschen und Einrichtungen besonders anfällig in Hinsicht auf verschiedene komplexe Herausforderungen. Der konventionelle Ansatz der Stadtplanung lässt oft die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaften außer Acht, wobei Lösungen entstehen, die nicht sozialverträglich sind und nicht die erforderliche Rentabilität aufweisen. Innerhalb des Projekts URBREATH(öffnet in neuem Fenster) wird eine umfassende Methodik für städtische Revitalisierung, Resilienz und Klimaneutralität entwickelt, die in naturbasierten Lösungen für ausgewählte Stadtgebiete münden wird. „Im Mittelpunkt dieses Ansatzes stehen die Beteiligung der Gemeinschaft und die Umsetzung naturbasierter Lösungen, die durch fortgeschrittene Technologien wie digitale Zwillinge und KI unterstützt werden“, erklärt Marcella Bonanomi, erfahrene wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin beim Lisbon Council for Economic Competitiveness and Social Renewal asbl, der das Projekt koordinierenden, in Brüssel ansässigen Denkfabrik.

Digitale Werkzeuge für Stadterneuerungsprojekte

Im Rahmen von URBREATH werden integrierte und transparente Stadtplanungspraktiken mithilfe lokaler Reallabore integriert, die Behörden, Bürgerschaft und verschiedene andere Interessengruppen in die Mitgestaltung und Erprobung von Stadterneuerungsplänen einbeziehen. Mit Werkzeugen wie den digitalen Zwillingen können die Interessengruppen verschiedene Szenarien für naturbasierte Lösungen und die damit verbundenen Auswirkungen visualisieren und simulieren, woraus fundiertere und gemeinsame Entscheidungen resultieren. In den vier Favoritenstädten Cluj-Napoca, Leuven, Madrid und Tallinn wurden lokale Reallabore eingerichtet, um Lösungen direkt in echten Umgebungen zu erproben. Diese lokalen Reallabore sammeln gegenwärtig im Rahmen von der Ko-Kreation dienenden Workshops Daten, die in die Gestaltung und Umsetzung naturbasierter Lösungen einfließen werden. Für die fünf Folgestädte Aarhus, Athen, Kajaani, Parma und Pilsen werden nun Projektentwicklungspläne für naturbasierte Lösungen entwickelt. Sowohl für die Favoriten- als auch für die Folgestädte wurden zentrale Leistungsindikatoren festgelegt, und es wurden erste Simulationsdaten erhoben, um die Ex-ante-Auswirkungen der geplanten Interventionen anhand von Zielwerten zu messen. Das Projektteam konnte erhebliche Fortschritte bei der Entwicklung seiner technischen Infrastruktur verzeichnen. Die spezifischen Anforderungen der Pilotstädte wurden gesammelt und in technische Spezifikationen übertragen. Auf dieser Grundlage wurde die URBREATH-Werkzeugkasten-Architektur erarbeitet, wobei die Interoperabilität ein zentrales Merkmal darstellt und einfache, gemeinsame technische Vereinbarungen zur Erleichterung eines nahtlosen Datentransfers von den Pilotstädten angewandt werden. Mehrere Werkzeuge sind jetzt in die URBREATH-Nutzungsschnittstelle(öffnet in neuem Fenster) integriert und verfügbar.

Städte von Grund auf neu gestalten

In den nächsten Monaten werden die an URBREATH beteiligten Favoritenstädte mit der Einführung der zusammen mit den lokalen Gemeinschaften entwickelten naturbasierten Lösungen beginnen. Dadurch wird sichergestellt, dass jede Maßnahme die lokalen Prioritäten widerspiegelt und den spezifischen Bedürfnissen entspricht. Zudem werden die Instrumente auf der Grundlage des von den Städten während der gemeinsamen Ausgestaltung und der Tests abgegebenen Feedbacks verfeinern und kalibrieren. Das Team von URBREATH (Systemic Integration of Transformative Technical and Nature-based Solutions to Improve Climate Neutrality of European Cities and Regions and tackle Climate Change: the URBreath Approach) plant außerdem die Entwicklung eines Fahrplans zur Übertragung seiner Methodik und Instrumente auf andere Städte und Regionen. Es werden Rahmenwerke für innovative Finanzierungs- und gemeinsame Beschaffungsmodelle bereitgestellt, um die langfristige finanzielle Tragfähigkeit von Projekten rund um naturbasierte Lösungen zu gewährleisten. Durch enge Zusammenarbeit mit Plattformen wie NetZeroCities(öffnet in neuem Fenster) wird das Projektteam Synergien und die breite Anwendung seiner Lösungen fördern und somit zum Ziel der EU beitragen, bis 2030 mehr als einhundert klimaneutrale und intelligente Städte vorweisen zu können. „Die Projektarbeit zielt dadurch, dass wir die Gemeinschaften in den Mittelpunkt des Entscheidungsfindungsprozesses rücken, darauf ab, die Lebensqualität und die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer städtischen Umwelt zu steigern“, betont Bonanomi abschließend. Wenn Sie an einer Vorstellung Ihres EU-finanzierten Projekts als „Projekt des Monats“ interessiert sind, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an editorial@cordis.europa.eu und teilen Sie uns mit, warum!

Mein Booklet 0 0