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Building momentum and trust to achieve credible soil carbon farming in the EU

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EU-weit die kohlenstoffspeichernde Landbewirtschaftung propagieren

Ein neues Netzwerk aus Wissenschaft und Politik ist dem Ziel gewidmet, Dynamik zu verleihen und Vertrauen in diesen innovativen ökologischen Ansatz zu schaffen.

Kohlenstoffspeichernde Landbewirtschaftung (Carbon Farming) zielt darauf ab, die Kohlenstoffbindung und -speicherung in Böden und Vegetation zu steigern und die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft zu reduzieren. Dieses ganzheitliche Konzept der für Landwirtschaftsbetriebe könnte zudem als Katalysator für die Transformation der Landwirtschaft und der Ernährungssysteme dienen, sodass diese Vorteile für die Bodengesundheit, die biologische Vielfalt, den Wasserhaushalt, die Klimaresilienz, die Nahrungsmittelerzeugung und ländliche Gemeinschaften bieten. Doch ungeachtet dieses großen Potenzials gibt es gegenwärtig nur eine geringe Nachfrage nach Kompensationsgutschriften, was insbesondere den erforderlichen Umfang betrifft. „Die marktseitige Vergütung für die Entnahme von Kohlendioxid deckt oft nicht die Kosten für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen ab, was letzten Endes die Landwirtinnen und Landwirte demotiviert“, berichtet Tristano Bacchetti De Gregoris, Gründer und Leiter der Abteilung für Forschung und Innovation bei SAE Innova(öffnet in neuem Fenster) in Spanien. Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts CREDIBLE(öffnet in neuem Fenster) verfolgten Bacchetti De Gregoris und sein Team das Ziel, in den europäischen Ländern das Vertrauen in die kohlenstoffspeichernde Landbewirtschaftung zu stärken. „Um Vertrauen aufzubauen, muss gezeigt werden, dass die kohlenstoffspeichernde Landbewirtschaftung Teil eines umfassenderen, glaubwürdigen Wandels hin zu nachhaltigeren und resilienteren Bewirtschaftssystemen ist, die über die Kohlenstoffthematik hinaus zahlreiche Vorteile bieten“, erläutert er. Im Rahmen des Projekts wurde ein sektor- und länderübergreifendes Netzwerk aus Wissenschaft und Politik aufgebaut, um Transparenz, Umweltintegrität und den Wissensaustausch rund um CO₂-Praktiken zu fördern. „Die Arbeit von CREDIBLE beruhte auf der Idee, dass Fortschritte in der kohlenstoffspeichernden Landbewirtschaftung die Zusammenführung von Gemeinschaften erfordern, die oft getrennt voneinander arbeiteten, darunter Forschungsgruppen, Verantwortliche der Politik, Unternehmen, Landwirtschaftsbetriebe und bestehende Initiativen“, erklärt Bacchetti De Gregoris.

„Netz aus Netzwerken“ zur Förderung der kohlenstoffspeichernden Landbewirtschaftung aufbauen

Zu diesem Zweck schuf das Team von CREDIBLE ein „Netz aus Netzwerken“, einen Raum, in dem Menschen Erfahrungen austauschen, Hindernisse identifizieren und gemeinsame Standpunkte zu drei Kernfragen erarbeiten konnten: Welche Praktiken funktionieren, welche Normen sind erforderlich und wie sollten Fortschritte überwacht werden? Mehr als 200 internationale Fachleute nahmen an Fokusgruppen teil, die die technischen und praktischen Grundlagen schufen. Auf dem dritten European Carbon Farming Summit(öffnet in neuem Fenster) im März 2026 wurden diese Diskussionen in Richtung einer viel breiter aufgestellten Öffentlichkeit eröffnet. In ihrer Funktion als wichtigste projekteigene Plattform zum Wissensaustausch versammelten die drei Gipfel insgesamt über 1 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die nächste Veranstaltung, die für 2027 in Krakau geplant ist, wird weitere Diskussionen und Fortschritte auf diesem Gebiet voranbringen. „Im Verlauf von drei Jahren hat sich der Diskurs von der Sensibilisierung und Vertrauensbildung hin zur Umsetzung und zum Handeln verlagert“, merkt Bacchetti De Gregoris an. Die daraus resultierende „Werkzeugkiste“ vereint praktische Leitlinien, politische Empfehlungen, Überwachungsansätze und das im Rahmen dieses kooperativen Prozesses gewonnene Wissen und bietet damit eine Ressource zur europaweiten Förderung der kohlenstoffspeichernden Landbewirtschaftung.

Europaweites Umdenken in Bezug auf kohlenstoffspeichernde Landbewirtschaftung

Das wohl wichtigste Ergebnis des Projekts war sein Beitrag dazu, die Art, wie kohlenstoffspeichernde Landbewirtschaftung in Europa verstanden wird, zu verändern. „Die Denkweise hat sich von einem eng gefassten Fokus auf Kohlendioxidmessung und -zertifizierung hin zu einer umfassenderen Vision der Transformation des Agrar- und Lebensmittelsystems verschoben, bei der Bodengesundheit, biologische Vielfalt, Klimaresilienz, Nahrungsmittelerzeugung und eine faire Vergütung für Landwirtinnen und Landwirte alle einen Teil desselben Gesamtbildes darstellen“, fügt er hinzu. Das Team von CREDIBLE lieferte zudem Erkenntnisse und Empfehlungen an Verantwortliche der Politik, die direkt an der Ausarbeitung der EU-Verordnung über CO₂-Entnahmen und kohlenstoffspeichernde Landbewirtschaftung(öffnet in neuem Fenster) beteiligt waren, und trug somit dazu bei, die Gesetzgebung mit den praktischen Gegebenheiten vor Ort in Einklang zu bringen.

Auf praktische Umsetzung der kohlenstoffspeichernden Landbewirtschaftung hinarbeiten

Die Projektarbeit wird in einer zweiten Phase fortgesetzt, denn CREDIBLE 2.0 zielt darauf ab, europaweit die Forschung im Hinblick auf die praktische Umsetzung der kohlenstoffspeichernden Landbewirtschaftung voranzubringen. „Diese neue Phase wird den Kapazitätsaufbau mithilfe von Weiterbildungen, Workshops und praktische Anleitungen für Landwirtschaftsbetriebe, Beratungsunternehmen, Forschungsgruppen und Verantwortliche der Politik stärken und gleichzeitig die Umsetzung der Verordnung über CO₂-Entnahmen und kohlenstoffspeichernde Landbewirtschaftung weiterhin unterstützen“, bekräftigt Bacchetti De Gregoris.