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Innovative methodology to prevent and mitigate diffuse pollution from urban water runoff

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Lösungen gegen Umweltbelastung durch städtischen Oberflächenabfluss

Aus der Unterstützung der Versorgungsunternehmen beim besseren Management des städtischen Oberflächenablaufwasser resultiert weniger Schadstoffbelastung, was Vorteile für Gesundheit und Umwelt mit sich bringt.

Diffuse Belastungsquellen, darunter polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) aus Staubpartikeln, Schwermetalle und Mikroplastik, gelangen durch Niederschläge, Versickerung oder Abfluss in die Stadtwassersysteme. Dieser Fakt stellt erhebliche Herausforderungen für Umwelt und Gesundheit dar. „Etwa 38 % der europäischen Oberflächengewässer sind von einer derartigen Umweltbelastung betroffen“, erklärt Luz Herrero, Koordinatorin des Projekts WATERUN(öffnet in neuem Fenster) bei AIMEN(öffnet in neuem Fenster) in Spanien. „Der Klimawandel verschärft dieses Problem aufgrund von veränderten Niederschlagsmustern und Starkregenereignissen noch weiter. Europäische Städte brauchen daher neue Methoden und Instrumente, um dieses Problem besser bewältigen zu können.“

Präventive und mindernde Lösungen

Das Team des EU-finanzierten Projekts WATERUN hat sich zum Ziel gesetzt, eine Reihe von Präventions- und Minderungslösungen sowie bestmögliche Verfahren für ein besseres Management des städtischen Oberflächenablaufwassers zu entwickeln. Das Projektteam begann damit, Verschmutzungsquellen zu ermitteln und mithilfe eines neuartigen Modellierungsinstruments die am besten geeignete naturbasierte Lösung zur Lösung dieser Probleme auszuwählen. „Forschungs- und Technologieeinrichtungen, Industrie, Behörden, Stadtplanung und Bürgerinnen und Bürger: Sie alle beteiligten sich an einem kontinuierlichen Prozess der Kokreation“, berichtet Herrero. „Dadurch wurde sichergestellt, dass Entscheidungen zum Umgang mit dem städtischen Oberflächenabfluss unter Berücksichtigung aller ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte getroffen wurden.“ Zur Erprobung der Instrumente wurden drei Fallstudien ausgewählt: Santiago de Compostela (Spanien), Aarhus (Dänemark) und Amman (Jordanien). Zu den Instrumenten zählten ein tragbares Überwachungssystem zur schnellen Erkennung von Mikroplastik und PAK im städtischen Oberflächenablaufwasser, ein Instrument zur Identifizierung besonders belasteter Stadtviertel sowie ein quelloffenes Planungswerkzeug, das Städten dabei hilft zu entscheiden, was vor Ort mit Regenwasser geschehen soll, bevor es das Kanalisationssystem überlastet. Das Projektteam entwickelte zudem ein Entscheidungsunterstützungssystem, um Risiken innerhalb der Kanalisationssysteme zu erkennen und zu bewerten, die städtisches Oberflächenablaufwasser auffangen. „Das Werkzeug ist dafür konzipiert, Kommunen, Versorgungsunternehmen und Aufsichtsbehörden dabei zu unterstützen, besser zu verstehen, wo städtisches Oberflächenablaufwasser zu einem Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt wird“, erklärt Herrero.

Lösungszentrum und praktische Werkzeugkiste

Im Mittelpunkt der Projektarbeit steht der Solutions Hub. Zukünftig wird dieses Lösungszentrum als Koordinationsnetzwerk dienen, um bei der Endnutzung die Art des Planungs- und Managementansatzes sowie das Werkzeug zu identifizieren, das möglicherweise benötigt wird. „Die Idee besteht darin, den Endnutzern dabei zu helfen, einen Fahrplan für ein effektives Management des städtischen Oberflächenabflusses zu entwickeln“, fügt Herrero hinzu. In der WATERUN-Werkzeugkiste sind die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. „Wir stellen uns vor, dass die Fachkräfte aus der Praxis, der städtischen Wasserwirtschaft, die Verantwortlichen der Politik und weitere potenzielle Nutzerinnen und Nutzer Zugang zu all diesen Ergebnissen unserer Arbeit erhalten werden“, erläutert Herrero. „Die Werkzeugkiste hilft den Verantwortlichen zudem dabei, zu überprüfen, ob sie die Richtlinie (EU) 2024/3019 einhalten, die Städte dazu verpflichtet, die Verschmutzung durch Regenablaufwasser und städtischen Oberflächenabfluss in den Griff zu bekommen.“

Die Instrumente auf dem Markt bringen

Nach Abschluss des Projekts arbeitet das Konsortium daran, Folgefinanzierungen zu sichern, um die Instrumente kontinuierlich weiter zu verbessern und zu prüfen. Ziel ist es, marktreife Produkte zu erhalten. „Mehrere Partner unternahmen bereits konkrete Schritte in diese Richtung, indem sie Anträge bei nationalen und europäischen Finanzierungsprogrammen eingereicht haben“, fügt Herrero hinzu. „Es sind weitere Anstrengungen über das gesamte Ergebnisportfolio hinweg erforderlich, um die vollständige kommerzielle Reife zu erreichen.“ Eine zweite wichtige Priorität ist die Durchführung von Pilotvorhaben mit potenziellen Endnutzern, mit dem ausdrücklichen Ziel, Referenzfälle zu erarbeiten, um das Potenzial des WATERUN Solutions Hub und seiner einzelnen Dienstleistungskomponenten aufzuzeigen. „Referenzfälle sind im öffentlichen Sektor von entscheidender Bedeutung, da Kommunen und Versorgungsunternehmen meist risikoscheue Käufer sind, die sich stark auf nachgewiesene Leistung verlassen, bevor sie sich auf neue Konzepte festlegen“, betont Herrero. „Zusammengenommen bilden diese Prioritäten die praktische Agenda für die Phase nach dem Projektabschluss.“