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Depicting the impact of an invasive alien crop pest on local ecological networks

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Landwirtschaftliche Betriebe, Ökosysteme und die Wirtschaft vor invasiven Insekten schützen

Ein EU-finanziertes Projekt kombiniert Feld-, chemische und molekulare Forschung mit landwirtschaftlicher Citizen Science, um ein besseres Verständnis über die Bedrohung durch invasive Pflanzenschädlinge zu erlangen.

Invasive pflanzenfressende Arten verursachen wirtschaftliche Schäden in Bezug auf den landwirtschaftlichen Ertrag und die Qualität von Kulturpflanzen. Sie können auch Arthropodenpopulationen verändern, die von Natur in demselben Lebensraum vorhanden sind. Mechanismen der direkten und indirekten Konkurrenz oder Erleichterung können zum unvorhersehbaren Rückgang bestimmter einheimischer Arten sowie zur Ausbreitung anderer Arten beitragen.

Forschungslücke bei der Erforschung von Schädlingsinteraktionen in Arthropodengemeinschaften

Mittels einer Verordnung(öffnet in neuem Fenster) hat die Europäische Kommission schnell auf die Prävention oder Minimierung von negativen Folgen durch nicht einheimische Arten in der EU hingewirkt. Das Wissen darüber, wie Schädlinge Ressourcen auf unterschiedliche Weise nutzen und wie ihre Interaktionen mit anderen Arten ihr Überleben, ihre Ausbreitung, ihre Anfälligkeit für natürliche Feinde und ihren Schaden für landwirtschaftliche Erträge beeinflussen, ist zu einer Forschungspriorität geworden. Diese ökologischen Wechselwirkungen sind jedoch nach wie vor kaum bekannt. Mit finanzieller Unterstützung durch das Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmenprogramm befasste sich Projekt PESTNET(öffnet in neuem Fenster) mit den ökologischen Bedrohungen durch zwei hochgradig invasive gebietsfremde Pflanzenschädlinge. Im Fokus standen die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) und der Japankäfer (Popillia japonica), die der Landwirtschaft schaden und die lokale Umwelt in Europa und Kanada stören.

Die verborgenen Auswirkungen invasiver Stinkwanzen auf einheimische Arten enträtseln

Ziel von PESTNET war es, ein besseres Verständnis für die Auswirkungen dieser Invasionen auf lokale ökologische Netze zu gewinnen. Unter bestimmten Bedingungen kann die Marmorierte Baumwanze einheimische Arten verdrängen. Die unterschiedliche Nutzung der Glykogen- und Lipidreserven, die eine hohe Überlebensrate beim Überwintern gewährleisten, liefert eine mögliche Erklärung. PESTNET untersuchte zudem die wichtigsten Herausforderungen, die die Leistung eines Eiparasitoiden – ein Nutzinsekt, das zur Bekämpfung der Marmorierten Baumwanze genutzt wird – unter natürlichen Feldbedingungen beeinträchtigen können. Die Ergebnisse zeigten potenzielle Einschränkungen für den Parasitoiden, darunter etwa ein beeinträchtigtes Nahrungsverhalten aufgrund der Massenaufzucht auf Nichtzielwirten und die Exposition gegenüber Pestiziden, die jeweils bei der Planung der biologischen Bekämpfung berücksichtigt werden sollten. PESTNET enträtselte die Wirtsfindungsstrategie von Istocheta aldrichi, einer Schmarotzerfliege, die ein Kandidat für die biologische Bekämpfung des Japankäfers ist, und zeigte, dass die Wirtssuche nach einem hierarchischen Verhaltensprozess abläuft, der aufeinanderfolgende Lebensraum- und Wirtsfindungsphasen beinhaltet. Durch den Nachweis der spezifischen Reaktion der Fliege auf flüchtige Verbindungen (Gerüche), die von dem gemeinsam entwickelten Pflanzen-Käfer-Komplex abgegeben werden, bei gleichzeitiger Nichtberücksichtigung von Reaktionen, die mit Nichtzielkäferarten in Verbindung gebracht werden, lieferte die Forschung nützliche Informationen zur ökologischen Sicherheit potenzieller Einführungsprogramme in der EU.

Forschung in Werkzeuge zur Bekämpfung invasiver Schädlinge verwandeln

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse resultierten in praktischen Anwendungen. Es gibt Empfehlungen(öffnet in neuem Fenster) für die Massenaufzucht und Freisetzung der parasitischen Wespe Trissolcus japonicus(öffnet in neuem Fenster), ein Feldhandbuch(öffnet in neuem Fenster), um die Landwirtschaft und Öffentlichkeit in die Überwachung(öffnet in neuem Fenster) der Marmorierten Baumwanze und der einheimischen Stinkwanzenpopulationen einzubeziehen, sowie Daten für maßgeschneiderte Entscheidungshilfesysteme (DSS), die für die integrierte Schädlingsbekämpfung von Stinkwanzen eingesetzt werden können. „Wir haben wichtige Grundlagen für die Entwicklung neuer fundamentaler und angewandter Forschungsvorhaben geschaffen, die auf die Umsetzung nachhaltiger Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Marmorierte Baumwanze abzielen, darunter etwa die biologische Bekämpfung mit Eiparasitoiden und Entscheidungshilfesysteme für das Stinkwanzenmanagement“, lautet das Fazit von Eric Conti, Entomologieprofessor an der Università degli Studi di Perugia in Italien, welche das Projekt koordinierte. „Darüber hinaus werden in der EU dringend Lösungen zur biologischen Bekämpfung des Japankäfers benötigt, und wir haben nützliche Erkenntnisse über die Biologie einer vielversprechenden parasitischen Fliege gewonnen. Diese Ergebnisse wurden dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie erzielt.“

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