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Von galaktischer Archäologie bis hin zu Neuronen: EU-finanzierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten 2026 renommierte Auszeichnungen

Ob Fortschritte in der Astrophysik, den Neurowissenschaften oder der Biologie: Die EU hat Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Weg zu preisgekrönten Durchbrüchen bereitet. Der Kavli-Preis 2026 und die EMBO-Goldmedaille sind die jüngsten Beweise dafür.

In den 2020ern wurden bereits zahlreiche von der EU unterstützte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Norwegischen Akademie der Wissenschaften sowie der European Molecular Biology Organization (EMBO) ausgezeichnet; und auch dieses Jahr bildet keine Ausnahme. Fünf vom Europäischen Forschungsrat (ERC) finanzierten Forscherinnen und Forschern wurde für ihre bahnbrechenden Leistungen in den Bereichen Astrophysik und Neurowissenschaften der norwegische Kavli-Preis(öffnet in neuem Fenster) verliehen. Darüber hinaus wurde ein weiterer ERC-Stipendiat für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der evolutionären Zellbiologie mit der EMBO-Goldmedaille(öffnet in neuem Fenster) ausgezeichnet.

Auszeichnungen aus Norwegen für Bereichen Astrophysik und Neurowissenschaften

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Kavli-Preises für Astrophysik 2026 sind Vasily Belokurov (Universität Cambridge, Vereinigtes Königreich), Amina Helmi (Universität Groningen, Niederlande) und Rodrigo Ibata (französisches Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung, Frankreich). Die Ausgezeichneten wurden „für die Entdeckung fossiler Belege früherer Verschmelzungen, die beweisen, dass die Milchstraße durch hierarchische Akkretion entstanden ist“, geehrt. Belokurov hatte im Rahmen des Projekts STREAMS (Measuring the Lumpiness of Dark Matter With Tidal Streams) EU-Finanzmittel für seine Untersuchungen zur Struktur des Gravitationspotenzials der Milchstraße erhalten. Helmis Forschungen zum Wesen der Schwerkraft und zu den Eigenschaften der dunklen Materie wurden innerhalb des Projekts GREATDIGINTHESKY (Accelerating Galactic Archaeology) finanziert. Die Finanzierung des Projekts GALACTICA (Dynamical imprints of the evolutionary history of the Milky Way) unterstützte Ibata bei seinen Bemühungen, die dynamischen Signaturen nachzuverfolgen, die die Entstehung und Evolution der Galaxie hinterlassen haben. Zwei ERC-Stipendiatinnen – Christine Holt (Universität Cambridge) und Erin Schuman (Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Deutschland) – erhielten den Kavli-Preis für Neurowissenschaften 2026 „für die Entdeckung der lokalen Proteintranslation in Neuronen und den Nachweis ihrer Bedeutung für die Entwicklung und Plastizität des Gehirns“. Sie erhielten den Preis gemeinsam mit der Wissenschaftlerin Kelsey Martin und dem Wissenschaftler Oswald Steward aus den Vereinigten Staaten. Für ihre Arbeit zu ribosomalen Proteinen und deren Beitrag zur Erhaltung und zum Abbau von Axonen (den länglichen Ausläufern der Nervenzellen, die elektrische Impulse übertragen) hatte Holt im Rahmen des Projekts AXONSURVIVAL (Axon survival: the role of protein synthesis) EU-Unterstützung erhalten. Schuman wurden drei ERC-Finanzhilfen zuerkannt. Für ihre bisherigen Arbeiten, in denen sie erkundete, wie die lokale Proteinproduktion an Synapsen die neuronale Funktion und Plastizität unterstützt, erhielt sie Mittel im Rahmen der Projekte Neuronal dynamics (Dynamics of local transcriptomes and proteomes in neurons) und NeuroRibo (Specialized Ribosomes for Neuronal Protein Synthesis). In ihrem aktuellen Projekt DiverseSynapse (Revealing the Landscape of Synaptic Diversity by Cell type- and Synapse-specific Proteomics and Transcriptomics) untersucht sie die molekulare Vielfalt synaptischer Proteome und Transkriptome sowie deren Veränderungen im Zusammenhang mit der Plastizität. „Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2026! Ihre Pionierarbeit verdeutlicht, wie wichtig eine langfristige Förderung der von Neugier getriebenen Wissenschaft ist – um, wie in diesem Fall, die Grenzen des Wissens im Großen, im Kleinen und im Komplexen zu erweitern“, kommentiert ERC-Präsidentin Maria Leptin in der ERC-Pressemeldung zur Bekanntgabe des Kavli-Preises. Die Gewinnerinnen und Gewinner der einzelnen Kategorien teilen sich ein Preisgeld in Höhe von einer Million US-Dollar (etwa 864 000 EUR).

Goldene Auszeichnung aus Deutschland

Der sechste ERC-Stipendiat, der in diesem Jahr geehrt wird, ist Gautam Dey (European Molecular Biology Laboratory, Deutschland). Der Forscher erhielt die EMBO-Goldmedaille für seine herausragenden Arbeiten zu den evolutionären Ursprüngen der Kernorganisation und Zellteilung. Deys aktuelle Erforschung wichtiger zellulärer Prozesse sowie von deren evolutionärer Entwicklung bei Eukaryoten wird im Rahmen des Projekt sKaryodynEVO (Evolutionary principles of nuclear dynamics and remodelling) finanziert. Zusätzlich zur Medaille erhalten er und die zweite Preisträgerin, die Schweizer Wissenschaftlerin Omaya Dudin, jeweils 10 000 EUR. Weitere Informationen: Projekt STREAMS Projekt GREATDIGINTHESKY Projekt GALACTICA Projekt AXONSURVIVAL Projekt Neuronal dynamics Projekt NeuroRibo Projekt DiverseSynapse Projekt KaryodynEVO

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