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57. Steigende Meeresspiegel – mehr Daten zur besseren Modellierung

Als ein guter Weg, um zu verstehen, was auf uns zukommt, gilt ein Blick in die Vergangenheit: Was kann uns also das prähistorische Polareis über den zukünftigen Meeresspiegelanstieg verraten?

Feinabstimmung der Modellierung zukünftiger Meeresspiegel unter Berücksichtigung des letzten Interglazials

Global ist der mittlere Meeresspiegel seit 1992 um rund acht Zentimeter gestiegen, wodurch die Wirtschaft, die Ökologie und die Existenz der Küstenregionen weltweit bedroht wird. Der Verlust an Landeis und die thermische Ausdehnung der Ozeane tragen gleichermaßen dazu bei: Der zukünftige Meeresspiegelanstieg wird maßgeblich vom höchst ungewissen Verhalten der Eisschilde in der Antarktis und in Grönland bestimmt werden. Die Gefahr eines raschen Kollabierens dieser Eisschilde, das möglicherweise bereits im Gange ist, verdeutlicht uns, wie anfällig die Menschheit gegenüber Veränderungen der Eisschilde ist. Um eine klarere Vorstellung davon zu bekommen, was uns bevorsteht, ist es daher überaus wichtig, mehr darüber zu erfahren, wie sie auf die globale Erwärmung reagieren. Unsere drei Gäste, die alle im Rahmen der EU-Forschungs- und Innovationsfinanzierung unterstützt wurden, haben an der Verbesserung unseres Verständnisses dieser Wechselwirkungen mitgewirkt. Heute sind hier, um ihre Arbeit mit uns zu teilen: Eric Wolff(öffnet in neuem Fenster), Ehrenmitglied des British Antarctic Survey(öffnet in neuem Fenster), der das Klima und die Umwelt der Vergangenheit vor allem anhand von Eisbohrkernen aus der Antarktis und Grönland untersucht. Er ist Royal-Society-Forschungsprofessor im Fachbereich Geowissenschaften(öffnet in neuem Fenster) der Universität Cambridge und koordinierte das Projekt WACSWAIN. Alessio Rovere(öffnet in neuem Fenster), Professor an der Fakultät für Umweltwissenschaften, Informatik und Statistik(öffnet in neuem Fenster) der Universität Venedig, interessiert sich für das Paläoklima und die Veränderungen des Meeresspiegels sowie dafür, wie geologische Prozesse die Küstengebiete im Verlauf der Zeit veränderten. Dieses Thema erforschte er im Rahmen des Projekts WARMCOASTS. Gaël Durand(öffnet in neuem Fenster) ist Forschungsdirektor am französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung(öffnet in neuem Fenster) (CNRS) und hat sich auf die Modellierung der polaren Eisschilde und die Dynamik der Küstengletscher spezialisiert, wobei deren Auswirkungen auf den Meeresspiegelanstieg im Mittelpunkt stehen. Im Rahmen des Projekts PROTECT verbesserte er unser Verständnis in Bezug auf die Stabilität von Eisschilden und ihre möglichen Reaktionen auf den Klimawandel.

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