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Fünf von der EU unterstützte Forscher gewinnen Wolf-Preis 2026

Die Leistungen der mit dem Wolf-Preis in den Bereichen Physik, Chemie und Mathematik ausgezeichneten Wissenschaftler unterstreichen die transformative Kraft europäischer Investitionen in die Spitzenforschung.

Seit 1978 wird der Wolf-Preis jedes Jahr an Kunstschaffende und Gelehrte weltweit verliehen, deren herausragende Leistungen zu einer besseren Welt beigetragen haben. Dieses Jahr zeichnete die Wolf Foundation acht Wissenschaftler aus, von denen fünf in ihrer Arbeit auf den Gebieten der Physik, Chemie und Mathematik vom Europäischen Forschungsrat (ERC) unterstützt wurden. Der Preis besteht in jeder Disziplin aus einer Urkunde, einer Ehrenmedaille und einem Geldpreis in Höhe von 100 000 USD (etwa 90 000 EUR).

Durchbrüche in Chemie und Physik

Der Wolf-Preis für Physik ging an den ERC-Stipendiaten Immanuel Bloch(öffnet in neuem Fenster) vom Max-Planck-Institut in Deutschland „für bahnbrechende, breit anwendbare Fortschritte bei der Steuerung ultrakalter atomarer Systeme“. Bloch leistete Pionierarbeit beim Einsatz ultrakalter Atome als zuverlässiges Werkzeug zur Simulation und Untersuchung komplexer Quantensysteme und trug auf diese Weise dazu bei, die Quantensimulation als Eckpfeiler der modernen Physik zu etablieren. Für seine Arbeit erhielt er ERC-Unterstützung im Rahmen des Projekts UQUAM (Ultracold Quantum Matter)(öffnet in neuem Fenster). Er teilt sich die Auszeichnung mit Jun Ye von der University of Colorado in den Vereinigten Staaten von Amerika. Shankar Balasubramanian(öffnet in neuem Fenster) und David Klenerman(öffnet in neuem Fenster) von der University of Cambridge, Vereinigtes Königreich, erhielten den Wolf-Preis für Chemie „für die Entwicklung wirkungsvoller, kostengünstiger und großangelegter DNS-Sequenzierungsmethoden für die Genommedizin“. Balasubramanian ist für seine bahnbrechenden Beiträge zur Sequenzierungstechnologie der nächsten Generation bekannt, einer chemischen Innovation, die revolutionäre Veränderungen auf den Gebieten der Biologie und der Medizin bedeuteten. Der Professor erhielt für seine Forschung ERC-Unterstützung im Zuge des Projekts RNAQUAD (The chemical biology of RNA G-quadruplexes). Klenerman schuf die entscheidenden physikalisch-chemischen Grundlagen, die für die Echtzeitbeobachtung der DNS-Synthese erforderlich sind. Seine herausragendes Können im Bereich der Einzelmolekül-Bildgebung und der Dynamik der DNS-Polymerase war der entscheidende Faktor dafür, dass es gelang, grundlegende biochemische Erkenntnisse in eine skalierbare Hochdurchsatz-Sequenzierungsplattform umzusetzen. Für seine Arbeit erhielt er ERC-Finanzmittel im Rahmen des Projekts Oligomers (Characterising protein oligomers and their role in neurodegenerative disease in humans). Die beiden Preisträger auf dem Gebiet der Chemie teilen sich ihren Preis mit Pascal Mayer von der Universität Straßburg, Frankreich.

Fortschritte in der Mathematik

Der diesjährige Wolf-Preis für Mathematik ging an die ERC-Stipendiaten David Kazhdan(öffnet in neuem Fenster) von der Hebräischen Universität Jerusalem, Israel, und Joseph Bernstein(öffnet in neuem Fenster) von der Universität Tel Aviv, Israel. Die beiden Wissenschaftler wurden für ihre „grundlegenden Arbeiten zur Darstellungstheorie, zu automorphen Formen und zur algebraischen Geometrie sowie für ihren Beitrag zur Entwicklung der geometrischen Darstellungstheorie“ ausgezeichnet. Kazhdans Arbeit konzentriert sich auf das Langlands-Programm, ein Rahmenwerk für Vermutungen, das verschiedene mathematische Gebiete wie Darstellungstheorie, Zahlentheorie, Geometrie und harmonische Analysis miteinander verbindet. Er wurde mit zwei ERC-Finanzhilfen im Rahmen der inzwischen abgeschlossenen Projekte GLC (Langlands correspondence and its variants) und HAS (Harmonic Analysis and l-adic sheaves) und wird noch innerhalb des laufenden Projekts Correspondence (The Langlands Correspondence) unterstützt. Bernstein leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung neuartiger mathematischer Methoden, um das Verständnis von Strukturen in der Darstellungstheorie und der Zahlentheorie zu vertiefen. Seine Arbeit fand Unterstützung im Zuge des Projekts STACKSRTFPERIODS (Stacks in Representation Theory, Relative Trace Formula and analysis of Automorphic Periods). Diese fünf Preisträger reihen sich in eine lange Liste der ERC-Stipendiatinnen und Stipendiaten(öffnet in neuem Fenster) ein, deren herausragende Leistungen in den Bereichen Mathematik, Chemie, Physik, Kunst, Medizin und Landwirtschaft mit dem Wolf-Preis anerkannt wurden. Mit dieser Auszeichnung werden nicht nur Errungenschaften der Vergangenheit gewürdigt, sondern auch die entscheidende Bedeutung einer anhaltenden, soliden Unterstützung der Grundlagenforschung als Motor des zukünftigen Fortschritts hervorgehoben. Weitere Informationen: Projekt GLC Projekt HAS Projekt Correspondence Projekt STACKSRTFPERIODS Projekt Oligomers Projekt RNAQUAD UQUAM-Projektwebsite(öffnet in neuem Fenster)