Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS
Health-benefit understanding of mercury-selenium interactions from fish to human

Article Category

Article available in the following languages:

Der Zusammenhang zwischen Quecksilber und Selen sowie seine Auswirkungen auf die Gesundheit

Im Rahmen eines EU-finanzierten Projekts wurde ein internationaler und multidisziplinärer Ansatz verfolgt, um unser Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Quecksilber und Selen bei Fischen und Menschen zu vertiefen.

Fisch und Meeresfrüchte sind wichtige Bestandteile der europäischen Ernährung; der durchschnittliche Verzehr liegt bei etwa 23 kg pro Jahr(öffnet in neuem Fenster). Während die gesundheitlichen Vorteile dieser Lebensmittelgruppe gut dokumentiert sind, nehmen die Bedenken hinsichtlich ihres Quecksilbergehalts zu: Quecksilber gehört offiziell zu den 10 giftigsten Chemikalien(öffnet in neuem Fenster) eingestuft, und die Aufnahme über kontaminierten Fisch kann für Menschen im Mutterleib und in den ersten Lebensjahren besonders schädlich sein. Andererseits hat sich gezeigt, dass Selen eine entgiftende Wirkung(öffnet in neuem Fenster) gegen Quecksilbervergiftungen hat. Das durch die Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen finanzierte Projekt MERFISH(öffnet in neuem Fenster) kombinierte moderne analytische Chemie mit Studien zu Umwelt, Aquakultur und menschlicher Gesundheit, um das Verhalten von Quecksilber in biologischen Systemen aufzuklären und dessen Wechselwirkung mit Selen zu bewerten.

Eine weltweite, multidisziplinäre Partnerschaft zur Quecksilbertoxizität

Im Mittelpunkt der Projektarbeit stand der internationale Personalaustausch, der den Austausch komplementärer analytischer Ansätze ermöglichten, die anschließend angepasst und in verschiedenen biologischen und ökologischen Kontexten angewendet wurden. Partner aus Ländern außerhalb Europas erwiesen sich als unverzichtbar, da sie Zugang zu außereuropäischen Kontexten ermöglichten. „Diese Partner machten das Projekt realistischer und international relevanter und ermöglichten es uns, europäisches Fachwissen mit zentralen globalen Herausforderungen zu verknüpfen“, so Projektkoordinatorin Zoyne Pedrero Zayas. Brasilien rückte das Amazonasgebiet(öffnet in neuem Fenster) in den Vordergrund, eine der weltweit am stärksten von Quecksilber betroffenen Regionen. Dank der Beiträge Brasiliens hatte das Projektteam die Möglichkeit, sich mit der Quecksilberbelastung der Bevölkerung sowie der Fischbestände im Amazonasgebiet zu befassen und damit den Grundstein für künftige Kooperationen in diesem Bereich zu legen. Zudem brachten Partner aus Mauritius Fachwissen zur Produktion von Fischfutter und zur kreislaufwirtschaftlichen Verwertung von Thunfisch-Nebenerzeugnissen ein. Die Hintergründe der Partner umfassten eine Vielzahl multidisziplinärer Fachgebiete: analytische Chemie, Umweltwissenschaften, Toxikologie, Fischernährung, Aquakultur sowie Kommunikation. „Dies half uns, die Wechselwirkungen zwischen Quecksilber und Selen aus verschiedenen, sich ergänzenden Blickwinkeln zu beleuchten – von grundlegenden analytischen Entwicklungen bis hin zu Anwendungen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Aquakultur“, betont Pedrero Zayas weiter. Der Austausch zwischen den Partnern trug dazu bei, neue wissenschaftliche Partnerschaften zu festigen, von denen einige bereits zu neuen Forschungsinitiativen und Fördermitteln nationaler Behörden geführt haben.

Gestaltung der Richtlinien zur Lebensmittelsicherheit

MERFISH legte den Schwerpunkt darauf, wie wichtig es ist, Quecksilber und Selen gemeinsam zu betrachten, wenn es um die Bewertung der Risiken und ernährungsphysiologischen Vorteile im Zusammenhang mit dem Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten geht. Die gewonnenen Erkenntnisse über den Verbleib von Quecksilber in Fischen, Menschen und Aquakultur-Systemen sowie über die Rolle von Selen bei der Modulation seiner Toxizität können künftige Leitlinien in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Umweltüberwachung und Aquakultur-Regulierung unterstützen. Die MERFISH-Partnerschaft hinterließ ein bedeutendes wissenschaftliches Vermächtnis, das über die offizielle Projektlaufzeit hinausreicht. Mehrere Veröffentlichungen trugen zur Verbreitung der Ergebnisse in Fachzeitschriften wie Lebensmittelchemie(öffnet in neuem Fenster), Aquakultur(öffnet in neuem Fenster) und Analytische Chemie(öffnet in neuem Fenster), was die weitreichende Bedeutung des Netzwerks widerspiegelt. MERFISH war zudem bei Veranstaltungen wie dem Europäischen Tag der Meere 2025(öffnet in neuem Fenster) vertreten, wo das Team sich aktiv für Anliegen einsetzte, wie beispielsweise die Befähigung junger Menschen, zur Gestaltung einer widerstandsfähigen blauen Wirtschaft beizutragen. Letztendlich erwies sich MERFISH als weit mehr als nur ein Forschungsprojekt: Es wurde zu einer Plattform für den Aufbau dauerhafter Kooperationen. „MERFISH hatte nicht nur durch seine wissenschaftlichen Ergebnisse Einfluss, sondern auch durch seine Fähigkeit, ein langfristiges internationales Netzwerk rund um die Themen Quecksilber, Selen, Fischkonsum, Aquakultur und menschliche Gesundheit aufzubauen“, so Pedrero Zayas zusammenfassend.

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich

Mein Booklet 0 0