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Tackling informal employment in Asia: building post-COV19 solutions to precariousness through case-study based evidence on Bhutan, Laos, Maldives, Myanmar, Philippines, Thailand and Vietnam

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Aufbau von Forschungsspielraum zur Bekämpfung der informellen Wirtschaft

Dank eines Austauschprogramms zwischen europäischen und asiatischen Universitäten und Organisationen verfügen die Forschenden nun über die Fähigkeiten, sich mit den Herausforderungen der informellen Arbeit auseinanderzusetzen.

Schätzungsweise zwei Milliarden Menschen, d. h. 61 % der erwerbstätigen Bevölkerung der Welt, arbeiten in der informellen Wirtschaft. Diese Art von Arbeit – typischerweise Straßenverkauf, Gelegenheitsarbeit oder Kleinunternehmen - stellt zwar ein wichtiges Sicherheitsnetz für gefährdete Bevölkerungsgruppen dar, da sie jedoch nicht reguliert ist, kann sie auch zu unsicheren Arbeitsbedingungen führen. „Die meisten informell Beschäftigten erhalten weder Sozialleistungen noch rechtlichen Schutz“, erklärt Abel Polese(öffnet in neuem Fenster), Senior Research Fellow an der Tallinn University(öffnet in neuem Fenster). „Darüber hinaus entgehen den Regierungen durch diese unbesteuerte Arbeit wichtige Einnahmen, was die wirtschaftliche Entwicklung sowie ihre Fähigkeit zur Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen beeinträchtigen kann.“ Laut Polese sind Regierungen in vielen Teilen der Welt nicht in der Lage, die informelle Beschäftigung und die damit einhergehende Gefährdung wirksam zu bekämpfen. „Das liegt vor allem an einem Mangel an lokalen Fachkräften“, sagt er. „Hier setzt das EU-finanzierte Projekt LABOUR(öffnet in neuem Fenster) an.“ Mit Schwerpunkt auf Südostasien sollte im Rahmen des Projekts ein globales Team von Fachleuten für informelle Beschäftigung ausgebildet und entwickelt werden. „Durch die Zusammenstellung eines Teams von 16 Teilnehmenden, bestehend aus akademischen und nicht-akademischen Partnern, die zu Arbeitsunsicherheit forschen, wollten wir nicht nur Fachleute zu diesem Thema und der Region ausbilden, sondern auch konkrete Gegenmassnahmen vorschlagen, die von Entscheidungsträgern und Entwicklungsorganisationen berücksichtigt werden können“, ergänzt Abel Polese, der Principal Investigator des Projekts.

Aufbau von Spielraum durch internationale Austauschmaßnahmen

Mit dem Ziel, die Kapazitäten sowohl europäischer als auch asiatischer Forschender zu stärken, koordinierte das von den Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen(öffnet in neuem Fenster) unterstützte Projekt mehrere internationale Austauschprogramme(öffnet in neuem Fenster). Im Rahmen dieses Austauschs waren Forschende aus der EU an verschiedenen asiatischen Universitäten zu Gast, und Forschende aus Bhutan, Kambodscha, Laos, den Malediven, Myanmar, den Philippinen, Thailand(öffnet in neuem Fenster) und Vietnam verbrachten Zeit an europäischen Akademien. „Auch wenn wir aufgrund der politischen Veränderungen niemanden nach Myanmar entsenden konnten, haben wir stolz mehrere Forschende aus dem Land bei uns empfangen“, merkt er an. „Dies war eine einmalige Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu erhalten und ihnen zugleich Schulungen anzubieten, die sie in ihrer Arbeit mit lokalen Gemeinschaften einsetzen werden.“ Während des Austauschs hatten die Teilnehmende die Möglichkeit, an individuellen Forschungsprojekten zu arbeiten. Außerdem erhielten sie Mentoring, lokale Schulungen und Vernetzungsmöglichkeiten. Alle Teilnehmenden waren als assoziierte Forschende oder Gastwissenschaftler an ihrer Gastuniversität registriert, was ihnen die Teilnahme am intellektuellen Leben vor Ort und die Teilnahme an Doktorandenseminaren und -kursen ermöglichte.

Empirische Daten zur informellen Arbeit

Aber der Austausch diente nicht ausschließlich dem Lernen. Die Teilnehmenden lieferten auch empirische Daten zur informellen Arbeit. In Vietnam zum Beispiel untersuchte eine Studie über informelle Hausangestellte die Auswirkungen von COVID-19 auf den Lebensunterhalt der Beschäftigten sowie die Reaktionen der Institutionen. In Laos und Thailand untersuchte die Forschung zu landwirtschaftlichen Brandrodungen und informellen landwirtschaftlichen Lieferketten, wie Kleinbauern Umweltunsicherheiten im Kontext ungleicher politischer Ökonomien erleben. „Durch meine Erkenntnisse und Erfahrungen während des Projekts bringe ich nun eine konzeptionelle Idee sowie einen Plan mit nach Hause, wie wir mit unserer Organisation eine kleine Abfallmanagement-Praxis aufbauen und sachgerecht mit Abfällen umgehen können“, sagt Sunhenglay Hak, ein Forscher aus Kambodscha, der seinen Austausch an der Stockholm University(öffnet in neuem Fenster) verbracht hat. Ein Großteil der Forschungsergebnisse des Projekts wurde über eine spezielle Zenodo-Community(öffnet in neuem Fenster) veröffentlicht.

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