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Neues Leben für FreezeM: Insektenzucht neu definieren – mithilfe innovativer Technologie für die Zucht der Schwarzen Soldatenfliege

Das EU-finanzierte Projekt FreezeM entwickelte hochmoderne Zuchtlösungen für die Schwarze Soldatenfliege zur Herstellung von Insektenprotein. Nun macht das begünstigte Unternehmen FreezeM Cryogenics Ltd. große Fortschritte bei der Bewältigung der weltweiten Herausforderungen in den Bereichen Abfallvermeidung und Nahrungsmittelerzeugung.

Das Projekt FreezeM(öffnet in neuem Fenster) wurde 2022 ins Leben gerufen, um die Technologien für die Zucht der Schwarzen Soldatenfliege zu revolutionieren. Übergeordnetes Ziel war es, die Insektenzucht nachhaltig, skalierbar und zugänglich zu machen. Das Unternehmen hat erfolgreich Eier der Schwarzen Soldatenfliege kryokonserviert sowie eine Pilotanlage zur Herstellung von Neonatenproteinen entwickelt und betrieben. Damit zeigt es, dass es in der Lage ist, gebrauchsfertige Eier der Schwarzen Soldatenfliege oder Neonaten an Insektenzüchter auf der ganzen Welt zu liefern.

Ein neuartiges Zuchtzentrum

Seit dem Projektende im Jahr 2024 hat das Forschungsteam den Übergang zur vollständigen industriellen Implementierung vollzogen und betreut Kunden in ganz Europa und im Vereinigten Königreich. „Wir haben eine Tochtergesellschaft in Deutschland gegründet, wo wir jetzt ein europaweit einzigartiges Zuchtzentrum für die Schwarze Soldatenfliege betreiben“, erklärt Yuval Gilad, Mitbegründer und Geschäftsführer von FreezeM Cryogenics Ltd, dem israelischen Unternehmen, das für die Koordination des Projekts zuständig ist. Das Zentrum ist eine gemeinsame Kooperation zwischen der Tochtergesellschaft FreezeM GmbH und einem lokalen Unternehmen namens Hermetia GmbH, das die Zucht der Schwarze Soldatenfliege in Europa pionierte. „Diese Anlage stellt einen wichtigen Meilenstein für die Insektenindustrie dar, da sie als erste ein entkoppeltes Produktionsmodell im kommerziellen Maßstab umsetzt“, stellt Gilad fest. Durch diese Entkopplung, die eine suspendierte Animation der frisch geschlüpften Larven beinhaltet, können die Schritte der Zucht und Aufzucht (Larvenwachstum und -verarbeitung) in der Produktionslieferkette voneinander getrennt werden. So kann die Einrichtung eine gleichbleibende, qualitativ hochwertige Versorgung mit Neonaten der Schwarzen Soldatenfliege in suspendierter Animation gewährleisten – mit einer verlängerten Haltbarkeitsdauer von derzeit 21 Tagen und einer Überlebensrate von über 90 %. Das Produkt, dessen Technologie im Rahmen des Projekts FreezeM von Labortests bis zur Marktreife entwickelt wurde, wird unter dem Markennamen PauseM® in gebrauchsfertigen Verpackungen vermarktet. Das voll funktionsfähige Zentrum produziert nun PauseM® in großem Maßstab und beliefert Produzenten von Insektenprotein. Dieses Modell hat sich nicht nur als biologisch wirksam, sondern auch als logistisch und wirtschaftlich effizient erwiesen. Hürden des Marktzugangs für neue Insektenproduzenten wurden gesenkt und Lösungen der zirkulären Bioökonomie zur Verwertung organischer Abfallströme gefördert. „Dadurch ist die auf Insekten basierende Kreislaufwirtschaft nun für den EU-Markt zugänglicher geworden“, betont Gilad. Außerdem dient das neue deutsche Zentrum als europäisches Logistik- und Qualitätskontrollzentrum von FreezeM und unterstützt die Expansion in neue Partnerschaften und Pilotprogramme mit großen Futtermittel- und Abfallwirtschaftsunternehmen. Gilad beschreibt die Auswirkungen der EU-Förderung durch das Projekt FreezeM (Revivable insect preservation technologies pausing the life cycle of insects at egg or neonate larvae stages for empowering the insect farming industry) und kommt zu folgendem Schluss: „Die Finanzierung war instrumental, um unsere Technologie von der Konzeptphase bis zur Kommerzialisierung in großem Maßstab zu bringen. Sie hat die Entwicklung unserer Kerntechnologie sowie alle relevanten Markteinführungs- und Skalierungsaktivitäten maßgeblich unterstützt.“ In der Rubrik „Was wurde aus…“ werden abgeschlossene EU-finanzierte Projekte vorgestellt und es wird darüber berichtet, was seit der Beendigung der EU-Finanzierung erreicht wurde. Wenn Sie an einer Vorstellung Ihres Projekts unter „Was wurde aus…“ interessiert sind, dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an editorial@cordis.europa.eu und teilen Sie uns mit, warum!

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